Über mich

Hier möchte ich mich kurz vorstellen, damit Sie wissen, mit wem Sie es hier zu tun haben.

Mein Name ist Emil Kräß und ich wurde im Jahre 1960 in Weißenhorn geboren.

Nachdem ich 1975 den Hauptschulabschluss erwarb, absolvierte ich in den Jahren von 1975 bis 1978 eine Lehre zum Steinmetz in Ulm. Ab 1979 bis 1986 war ich in der St. Georgs Bauhütte in Nördlingen angestellt.

Seit 1986 bin ich als Steinmetz in der Ulmer Münsterbauhütte beschäftigt.

Da ich inzwischen 45 Jahre im Beruf bin, verfüge ich über viel Erfahrung beim Bearbeiten von Stein. Überwiegend natürlich in der Bearbeitung von gotischen Architekturteilen und Zierelementen.

Deswegen werden hier ein paar wenige Arbeiten oder auch Berichte von der Münsterbauhütte gezeigt. Die Erfahrung und das Material nutze ich, um in meiner Freizeit meine Skulpturen zu fertigen.

Viele Projekte, die vorher nur in meinem Geist existierten wurden nach und nach verwirklicht.

Im Pfarrstadel in meinem Heimatort gab es zusammen mit anderen Holzschwangern eine Kunstausstellung. Meine erste Ausstellung.

Darauf folgte der Skulpturensommer im Botanischen Garten Ulm. Eine temporäre Ausstellung mit internationalen Künstlern in herrlicher Kulisse.

Der Verein Kunstbauraum wurde gegründet, dem ich beigetreten bin.

Zahlreiche Kunstwettbewerbe und Gemeinschaftsausstellungen wurden durchgeführt.

Zum Thema “Licht und Schatten” konnten wir in der Galerie Kunstreich in Kempten ausstellen.

Inzwischen jährlich stellen wir vom Kunstbauraum in der Caponniere 4 in Neu-Ulm aus. Die Caponniere ist Teil der Bundesfestung und bietet großzügige gewölbte Räume.

2015 wurde mir in der Galerie Kunstreich eine Ausstellung angeboten. Meine erste eigene Ausstellung mit dem Titel “Wundersteine”.

2016 folgte eine  Einzelausstellung im Ulmer Münster mit dem Titel “Steinskulpturen im Münster, fürs Münster, aus Material vom Münster.”

Die Werke – alle aus Restmaterial des Münsters – haben alle einen Bezug zum Münster. Besonders die Leuchtskulpturen aus den Resten von den Gedenkkerzen.

2017 hatte ich die Möglichkeit zusammen mit Sepp Luible im Künstlerhaus Ulm auszustellen. Sepp Luible ist am 1. Mai überraschend gestorben.

Die Ausstellung fand trotzdem unter dem Titel “g´schnitta ond g´haua” statt. Geschnitten – in Bezug auf seine Holzschnitte und gehauen – in Bezug auf meine Steinarbeiten.

2018 gab es eine 3er Ausstellung in Thalfingen zusammen mit Helga Dangel und Sonja Acri unter dem Titel “nix verkomma lassa.”

Die Idee war: Aus einem recycelten Kalkstein, aus dem ich meine Skulpturen schuf, wurden Reste in den Mosaiken von Helga Dangel eingesetzt und das Steinmehl in den Bildern von Sonja Acri verarbeitet.

Die “Galerie auf der Insel” bot dafür die perfekte Kulisse, da es sich dabei um ein altes, einfaches Bauernhaus handelt.

Im gleichen Jahr nahm ich beim 1. Krumbacher Bildhauersymposium teil. Zusammen mit weiteren 6 Bildhauern schufen wir innerhalb einer knappen Woche Skulpturen für den Kunstpfad.

Vier Holzbildhauer hatten große Pappelstämme zu bearbeiten. Richard Gezi und ich hatten Sandsteinblöcke zu einem gemeinsamen Werk gestaltet:

Eine angekettete Faust, die sich von ihrer Fessel befreit. Titel: Befreiung. Inzwischen hat sie im Weiher des Stadtparks ihren Platz gefunden.